Winter in Rumänien

ImageMehrere private shelters sind dermassen zugeschneit, dass man keine Hunde mehr sieht. Man kommt auch mit dem Auto nicht mehr in deren Nähe. Es gibt dort teilweise auch keinen Strom mehr.

Eine Helferin ist beim Bergen von einem Hund samt Hund bewegungslos im Schnee stecken geblieben.

Handy-Akkus der Helfer gehen leer und sie können nicht um Hilfe rufen wenn sie selbst stecken bleiben.

Ich hoffe für die Hunde auf den Iglu-Effekt. D.h. wenn die Tiere sich aneinander kuscheln und sich gegenseitig wärmen, wird um sie herum im Hohlraum eine gewisse Plustemperatur entstehen. Ich hoffe auch, daß sie nicht, wie bei einem Lawinenabgangn, relativ luftdicht eingeschlossen sind, sondern, dass zumindest irgendwie immer ein wenig Luft herein kommt und sie Sauerstoff haben bis man zu ihnen vorgedrungen ist.

Füttern wird wohl eine sehr grosse Herausforderung werden.

Wenn schon in den Privat Shelters, in denen echt motivierte und engagierte Menschen sich um die Hunde kümmern, eine Versorgung aktuell fast unmöglich ist, vermute ich das Schlimmste für die Hunde in den staatlichen Tierheimen. Dort werden wohl kaum Angestellte für Futter sorgen, dafür, daß es die Hunde warm haben, wenigstens sich gegenseitig wärmen können und daß sie atmen können.

Natürlich: Dieser Wintereinbruch ist nichts besonderes für ein osteuropäisches Land. Und mit Sicherheit hat es die Tierheime in jedem Jahr genauso getroffen.

Dieses Jahr können aber alle die Strassenhunde, die in den letzten Jahren irgendwo eine Chance hatten, Schutz zu suchen, nichts unternehmen um zu überleben. Sie sind in ihrem Drahtkäfigen eingepfercht. Sie müssen auf den Menschen vertrauen. Und genau dieser hat ihnen durch die umfangreichen Fangaktionen ihren einzigen Fluchtweg, ihre Chance, diesen Winter zu überleben, abgeschnitten.

Die schlimmsten Meldungen höre ich vom Private Shelter Istrita und von Glina. Von Turda habe ich noch überhaupt nichts gehört (2-3 Leute versogen 200 Hunde), von Maoland auch nichts (2 Leute versorgen 400 Hunde).

Ich hoffe sehr auf Lebenszeichen. aber ich befürchte schlimmes für die kommende Nacht und für die kommenden Tage bis Wochen…

Man kann diese Städte wohl als repräsentativ ansehen für die Lage in Rumänien insgesamt. Und das bedeutet: Es ist eine Katastrophe…

TURDA
Keine Information, da war gerade erst ein Teil des Geländes durch Regen unter Wasser gesetzt gewesen. Finanziell total knapp kämpfen 3 Menschen für 200 Hunde

MAOLAND
Keine Information. Da kämpfen Mutter und Tochter für, wenn ich richtig informiert bin, 400 hunde

BUZAU
Stelianas Shelter war lange nicht erreichbar, Hunde werden zu Fuss evakuiert, und Helfer mit Hunden im Arm bleiben stecken.
Kein Strom mehr = Kein Handyempfang mehr

GLINA
Mit Bulldozern, einem HUMMER und anderen Offroadern werden die alten und ganz jungen Hunde evakuiert und in eine private Pension gebracht. Update 17:21: Die freiwillige Helfer tragen jeder einzeln einen Hund auf dem Arm über 3 km zu den Autos, die nicht weiter durch kamen… Die Bulldozer kamen auch nicht durch :(((((((
Das Wetter morgen soll noch schlimmer werden :(((

BUTIMANU
Über 1 Meter Schnee. Man kommt nicht zu den Hunden durch. Aufruf an Freiwillige aus der Nähe, zu helfen.

PLOIESTI
Helfer haben Zugang. Es ist sehr sehr kalt. Ein paar Welpen konnte Aniela in einem warmen Raum unterbringen.

BOTOSANI
Die ersten Hunde wurden tot aus den Zwingern geholt.

BUCOV
Die Hunde wurden heute nach 2 Tagen das erste mal wieder gefüttert. Aniela und Mihaela haben 2 Arbeiter von zuhause abgeholt und mit ihnen gemeinsam dafür gesorgt, daß Futter zu den Hunden kam.

4 responses to “Winter in Rumänien

  1. das ist grausam was das wetter verursacht , und mann hatte die hofnung das es den hunden nun besser gehen soll nur es ist das eingetroffen was keeiner gewolt hat die natur macht halt was sie will ich leide mit den hunden sie sind alle in meinen gedanken und auch die helfer schlisse ich mit in meine gebehte ein und hoffe das das alles schnell vor be ist .

  2. CORNETU ist auch eingeschneit, ohne Strom und per Auto nicht mehr erreichbar. Plastikplane, um die Kennel gegen den Wind und Schnee zu schützen, musste mehrere Kilometer getragen werden. Das bestellte Stroh konnte wegen der unzugänglichen Straße nicht geliefert werden. Die Hunde wurden auf weniger Kennel verteilt, um sich gegenseitig zu wärmen. Bisher sind keine Hunde gestorben, aber es ist sehr ernst.

    https://www.facebook.com/media/set/?set=a.197109340496614.1073741831.196664623874419&type=1

  3. Das töten muß aufhören!! Haben sie denn gar kein Herz? Ihr Ansehen in Europa sinkt immer tiefer !!

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