„NU!“

Yes! We Care! 27.09.2014

(Eckhard Kretschmer)

Liebe Freunde!

Liebe Tierfreunde!

Wir stehen wieder hier

  • Mit denselben Schildern
  • Mit denselben Bildern
  • Schlimmen Bildern auf unseren Transparenten, aber auch in unseren Herzen

Vor einem Jahr haben wir erstmals für die Rumänischen Strassenhunde demonstriert.

Am 13. September. Auf der Brücke neben dem Rumänischen Generalkonsulat.

Stoppt die Legalisierung der Tötung der Rumänischen Strassenhunde“ stand auf unseren Schildern.

Oft auch einfach nur unser Ruf: „NU!“ „Nein!“

Ich habe mein Schild von damals aufbewahrt. Hier ist es!

Wir haben es kommen gesehen!

Wir haben verfolgt, wie der Tod des kleinen Ionut Anghel benutzt wurde, Stimmung gegen die Strassenhunde in Rumänien zu machen.

NU!“ haben wir gerufen.

Wir haben miterleben müssen, wie die beiden Staatschefs Basescu und Ponta ein Gesetz auf den Weg gebracht haben, das alle Strassenhunde ausrotten sollte.

Ausrotten hat man schon so oft versucht in Rumänien.

  • Überfahren
  • Vergiften
  • Erschlagen

Es hat nichts gebracht ausser Qual und Leid!

Denn man wird nie alle Hunde gleichzeitig fangen und töten können, die in einem Gebiet leben.

Irgendwelche von ihnen werden immer für Nachwuchs sorgen.

Und man wird auch nie erreichen, daß alle Hundebesitzer in Rumänien ihre Hunde kastrieren und sterilisieren lassen.

Kommt der Rüde glücklich wieder, freut sich der Besitzer.

Die Welpen, die später zur Welt kommen, über die denkt es nicht nach. Und wenn der Gedanke da wäre, wäre das Geld für die Kastration oft nicht da.

Alle Spezialisten, und wir haben viele davon im letzten Jahr kennengelernt, sind sich einig:

Will man eine Strassenhundepopulation verringern, hilft nur ein einziges Mittel:

EINFANGEN – KASTRIEREN – AUSSETZEN WO GEFANGEN

Nur so reproduziert sich eine Hundepopulation nicht in kürzester Zeit wieder auf die Anzahl, die in einem Gebiet gut leben kann.

Warum aber hat ein erfolgreiches Konzept in Rumänien aktuell keine Chance?

Am Strassenhunde-Töten verdienen schlicht viel zu viele mit!

  • Die Hundefänger
  • Die Shelterbetreiber
  • Die Tierpfleger
  • Die Shelter-Tierärzte
  • Die Entsorgungsunternehmen
  • Sogar amerikanische Firmen profitieren vom Hundeabschlachten in Rumänien!
  • z.B . Die Firma Stericycle hat einen langfristigen Vertrag mit der ASPA abgeschlossen, der ganz regulär durch eine Ausschreibung nach EU-Richtlinien zustande gekommen ist.

Das Tötungsgesetz wird mit aller Macht durchgesetzt.

Dabei gibt es sehr gute Argumente, mit dem Morden aufzuhören.

  • Es ist illegal!
    • Das haben in Budapest und Brasov Berufungsgerichte im Sommer bestätigt.
    • Das hat das Rathaus von Galati vor wenigen Tagen selbst bestätigt
    • Das bestätigen die Bürgermeister der Städte, die nicht mehr töten
  • Es ist zwecklos, da die verbliebenen Hunde sich verstärkt reproduzieren werden.
  • Und die verbliebenen Hunde sind eher die Grösseren, Schlaueren, Gerisseneren, vielleicht auch eines Tage Gefährlicheren
  • Die Grundlage existiert nicht! Das Kind wurde vor einem Jahr von Wachhunden getötet. Das sieht auch die Staatsanwaltschaft in Bukarest so.

Warum geht das Töten trotzdem weiter?

Das ist einfach zu erklären:

Traian Basescu, der Rumänische Präsident war selber Bürgermeister von Bukarest bis vor 10 Jahren.

In seiner Amtszeit wurden zehntausende von Strassenhunden brutal getötet

Elena Basescu, seine jüngste Tochter, genannt „Paris Hilton der Karpaten“ hat es bis ins Europaparlament geschaft.

Victor Ponta, Premierminstier Rumäniens, Chef der Sozialdemokraten, möchte wieder gewählt werden.

Für dieses Ziel tut er alles

  • Er wird nicht riskieren, zuzugeben, daß er vor einem Jahr falsch lag, und aufgrund von Fehlinformationen ein Gesetz auf den Weg gebracht hat.
  • Seine Frau ist die Tochter eines ehemaligen Ministers
  • Sie saß bis vor kurzem auch im Europaparlament
  • Er zahlt bis zu 25 Euro für Leute, die er busladungsweise als Jubeltruppe zu seinen Wahlveranstaltungen transportieren lässt
  • Er lässt zu, daß Polizeikräfte und Hundefänger in seinem Land die eigenen Gerichte missachten.
  • Seine Freunde, auch seine Deutschen Freunde, unterstützen und decken sein Tun
  • Sigmar Gabriel, immerhin Vizekanzler Deutschlands, bezeichnete sich vor wenigen Tagen als enger Freund von Ponta und wünschte in einer Videobotschaft seinem Wahlfälscherkumpel, daß er wiedergewählt werden möge
  • Martin Schulz, einer der wichtigsten Deutschen Politiker in Brüssel, nannte in einer Videobotschaft Ponta sogar einen seiner engsten Freunde

Wir müssen uns nicht wundern, warum das Thema Tierquälerei und Hundemord bei unseren Politikern nicht mehr Unterstützung findet!

Sie sind ja mit den Mördern befreundet!

Es geht aber noch weiter!

Auch Sorin Oprescu, der aktuelle Bürgermeister von Bukarest hat familiäre Interessen im Hundebusiness.

Sein Sohn und dessen bester Freund waren ursprünglich gemeinsam im Medizinbusiness tätig. Später war dieser Freund in der Buchhaltung der Transportorganisation von Bukarest angestellt.

Seit einiger Zeit gibt es ein Vorzeigetierheim bei Bukarest, Dogtown, das auf den Namen von Oprescus Sohn läuft.

Der Freund, dessen Namen alle Tierfreunde kennen, heisst Razvan Bancescu. Er ist leitender Angestellter bei der ASPA

AUTORITÄT FÜR DIE SUPERVISION UND DEN SCHUTZ DER TIERE in Bukarest.

Damit bleibt alles Geld, was sich in Bukarest nur mit Strassenhundemanagement, unter der Kontrolle der Familie des Bürgermeisters und seinem Freundeskreis!

Macht es also überhaupt Sinn,

wenn wir, die wir europäische Werte leben,

uns an solche Personen wenden

und um Gnade, Barmherzigkeit, oder wenigstens Einsicht flehen,

daß der Weg, den sie gerade gehen, abgesehen von aller Brutalität noch nicht einmal ZIELFÜHREND ist?

Ich persönlich glaube daran nicht mehr.

Eine politische Lösung muss her.

  • Und die kann wohl nur von AUSSEN kommen
  • Europa muss zeigen, daß seine Standards nicht unterschritten werden dürfen
  • Europa muss zeigen, daß seine Werte nicht nur auf dem Papier stehen
  • Das Europa, das bis in meine Wohnung hinein regiert, Verantwortung für meine Glühbirnen, meinen Staubsauger und die Warmhalteplatte meiner Kaffeemaschine übernommen hat, muss endlich auch Verantwortung für Tiere übernehmen, die niemandem gehören, und die aktuell Sache des Mitgliedslandes sind.
  • Sache des Mitgliedslandes bedeutet bisher:
    • Wir sehen, was Du tust
    • Wir sagen Dir, dass wir das irgendwie nicht gut finden
    • Wir sagen Dir, dass Du uns besorgt machst
    • Aber wir mischen uns nicht ein

So darf es nicht weitergehen

Wir fordern UNSER EUROPA auf,

das EUROPA aller geographischen EUROPÄER zu werden,

inklusive derjenigen am südöstlichen Rand der Föderation!

Wenn wir hier unsere Transparente einrollen, heute Abend um 18:00 Uhr Rumänischer Zeit, wird eine solche Demonstration wie diese hier auch in Bukarest stattfinden!

    • Es werden Rumänische Abgeordnete wie Remus Cernea sprechen
    • Es werden Europaabgeordnete wie Stefan Eck von der Tierschutzpartei aus Deutschland sprechen
    • Es werden Tierschützer sprechen
    • Es wird unüberhörbar sein in Bukarest!
    • Aber wird es auch gehört werden?

SO GEHT ES NICHT WEITER!

Wir fordern:

  • Stopp aller Einfangaktionen in Rumänien
  • Stopp aller Tötungsaktionen in Rumänien
  • Freien Zugang zu allen öffentlichen Tierheimen für Tierschützer
  • Einhaltung aller gesetzlichen Vorschriften und EU Richtlinien
  • Kontrolle durch unabhängige Institutionen
  • Verfolgung von Gesetzesverstössen,
    • auch wenn diese durch Politiker begangen werden
    • auch wenn diese durch Polizisten begangen werden
    • auch wenn diese durch Städtische Bedienstete begangen werden

Was passiert mit den vielen verbliebenen Hunden in Rumänien?

Zigtausende sind ja bereits ermordet worden!

  • Sie müssen den selben Schutz in Europa wie Heimtiere geniessen
  • Ihr Bestand muss durch flächendeckende Kastrationsprojekte dauerhaft reduziert werden
  • Besitzerhunde müssen kastriert werden
    • Das verlangt auch die Rumänische Gesetzgebung
      • mit Deadline 1.1.15
    • Das können sich aber viele Rumänen nicht leisten
    • WIR MÜSSEN VERHINDERN, DASS DIESE IHRE HUNDE IM ZWEIFELSFALL EINFACH AUSSETZEN!
    • Finanzielle Unterstützung für Projekte, die solche Besitzerhunde kostenlos kastrieren ist extrem sinnvoll angelegtes Geld

Bis dahin werden wir einen Grossteil der heute lebenden Strassenhunde in Rumänien nicht retten können.

  • Retter vor Ort haben es immer schwerer, gegen die Willkühr von Hundefängern und Behörden anzukommen
  • Die Schikanen nehmen zu
  • Die Spenden gehen zurück
  • Aus ehemals gemeinsamen Rettern werden „Konkurrenten“
  • Die Pflegestellen und Endstellen werden weniger
  • Die Vermittlungen stocken
  • Die Private Shelters laufen über
  • Die Kosten dieser Private Shelters steigen, ohne daß mehr Geld fliesst
  • Die privaten Retter werden dauerhaft unsäglich viele Hunde in ihren Wohnungen vor den Mördern verstecken, sich finanziell ruinieren und nur nachts, heimlich, jeweils nur mit 1-2 der Hunde gassi gehen

Es wird ungesetzlich, unkontrolliert und unheimlich grausam in Massen getötet.

JEDEN TAG

Es werden noch tausende Hunde sterben!

JEDEN TAG

Was können wir tun?

Ausser Adoptieren, Spenden, Protestieren?

Geschrieben wurde den Politikern genug!

Es ist Zeit, persönlich mit ihnen zu sprechen.

Sucht Euch die Kandidaten aller Parteien aus Eurem Wahlkreis heraus!

Ruft sie an, und macht einen Termin für ein persönliches Gespräch!

Erzählt ihnen von Rumänien!

Fragt sie, ob sie etwas dagegen unternommen haben oder unternehmen werden?

  • Macht ihnen deutlich, daß es Euch wichtig ist, daß sie tätig werden!
  • Macht ihnen deutlich, daß ihr von ihnen Antworten erwartet!
  • Macht ihnen deutlich, daß ihr von ihnen keine Textbausteine erwartet!
  • Macht ihnen deutlich, daß ihr wiederkommen und nachfragen werdet!

Egal ob Europapolitiker oder Stadtrat!

Sie müssen Euch ihre Zeit geben! Und sie müssen Euch zuhören!

Eine Mail kann man löschen!

Ein Fax oder einen Brief kann man wegwerfen!

Einen Bürger aus seinem Büro werfen kann man nicht!

Und einem Termin mit einem Bürger ausweichen auch nicht!

Das Thema muss in jeder Partei, in jedem Gremium und in jeder Regierung, der Deutschen und der Europäischen, ankommen! Und das schnell!

Die Rumänischen Amtsträger müssen zu Trägern von Verantwortung werden!

  • Verantwortung für die Kinder Rumäniens, die das Leid hautnah mitbekommen
  • Verantwortung für die Werte, die sie mit der von ihnen gewollten Aufnahme in unser Europa auch als IHRE Werte anerkannt haben
  • Verantwortung für alles Leben, das ihnen anvertraut wurde
  • Verantwortung für alles Leben, auch für das Leben von Wesen, die draussen auf den Strassen leben, sich von Müll ernähren,
  • Verantwortung für die Tiere, die nichts dafür können,
  • daß es sie gibt,
  • daß es so viele von ihnen gibt
  • daß manche Menschen sie nicht mögen

Verantwortung auch für die HUNDE RUMÄNIENS!

Und bis dahin müssen wir mit ALLER MACHT UND HÖRBAR BIS NACH BRÜSSEL UND BUKAREST WEITERHIN RUFEN:

NU!“

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