Wojciechowski: Die Situation ist inzwischen sehr dramatisch

Wojciechowski: situation is very dramatic now

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Interview by Eureporter, date 08.10.2015, translation german and english eckhard kretschmer


Eureporter: Janusz Wojciechowsk, Sie sind der Präsident der European Parliament’s Intergroup of Animal Welfare. Sie kommen gerade aus einer Sitzung zum Thema Töten – des brutalen Tötens – der Hunde in Rumänien. Sie sind selbst dort gewesen. Können Sie uns erklären, was Siew fühlen, wenn Sie alle diese Beweise/Berichte hören, was vorgeht, und nichts passiert?

Janusz Wojciechowski (MEP): J. Die Situation in Rumänien was die Strassenhunde angeht ist eine lange Geschichte. Und unglücklicherweise ist die Situation inzwischen sehr dramatisch. Es gibt ungefähr 6 Millionen Hunde in Rumänien. Nur 20% von ihnen sind geimpft. Das ist eine gefährliche Situation. Nicht nur für den Tierschutz, für die Behandlung von Tieren. Aber es ist eine gefährliche Situation für die öffentliche Gesundheit. Ich denke, dass die Rumänische Regierung, die Rumänischen Behörden sehr schlecht agieren was dies betrifft.

  • Das brutale Töten von Strassenhunden.
  • Die Privaten Firmen, die das tun, und für die das ein Geschäft ist.

Das ist keine Lösung für die Population der Strassenhunde. Jetzt haben wir den nächsten Schritt zu gehen auf unserem Weg, weil unglücklicherweise unsere Interventionen an die Rumänischen Behörden und die Europäische Kommission nicht effektiv waren.

Eureporter: Was also haben Sie vor?

Janusz Wojciechowski (MEP): Jetzt müssen wir die aktuelle Situation als Gefahr für die öffentliche Gesundheit präsentieren. Das sollte im Verantwortlichkeitsbereich der Europäischen Kommission liegen. Denn bisher bekamen wir die Antwort, dass das nicht Teil der Europäischen Gesetzgebung sei, nicht Teil der Europäischen Kompetenz, dass es ausschliesslich in der Verantwortung des jeweiligen Staates liege. Öffentliche Gesundheit ist EU-Kompetenz. Und wir werden intervenieren. Wir werden Druck auf die Europäische Kommission ausüben, eine besondere Delegation zu senden. Meiner Meinung nach ist das notwendig. Die Europäische Kommssion sollte eine Sonderdelegation schicken, die die Situation in Rumänien als Problem für die öffentliche Gesundheit behandelt. Denn es ist ein ernstes problem. Millionen ungeimpfter Hunde sind eine grosse Gefahr für die öffentliche Gesundheit. Nicht nur in Rumänien, da Tollwut sich auf andere Länder ausweiten könnte.

Eureporter: Sie erwähnte, dass das alles ein Geschäft sei. Die Leute, die die Hunde töten werden sehr gut bezahlt. Es wird gesagt, bis zu 250 € erhalten sie pro getöteten Hund. Und das Durchschnittseinkommen in Rumänien ist 300 € monatlich.
Janusz Wojciechowski (MEP): Ich verfüge über Informationen, dass es manchmal sogar fast 500 € für einen getöteten Hund sind. Es ist ein absolut korruptes Geschäft. Darüber gibt es keine Zweifel.

Eureporter: Ich wurde sehr oft vor die Frage gestellt: “Warum zahlt die EU für so etwas Geld an Rumänien?”

Janusz Wojciechowski (MEP): Das Geld wird ja nicht direkt für Strassenhunde bezahlt. Rumänien hat Geld für den Kampf gegen die Tollwut erhalten. Aber: Ich habe die Europäische Kommission gefragt bezüglich von Geld, das für Tierheime sowie den Schutz der Strassenhunde ausgegeben wird. Die Antwort war, dass kein Geld dafür verwendet wird. Unsere Richtung sollte sein, dass die Europäische Kommission eine Möglichkeit finden muss, die Verringerung der Strassenhunde in Rumänien auf eine humane Weise zu finanzieren. Sterilisationen, Kastrationen und Adoptionen. Und das unter der Überschrift “Öffentliche Gesundheit”. Die Strassenhundepopulation zu reduzieren, auf humane Art und Weise, unter Berücksichtigung Öffentlicher Gesundheit. Es ist die Pflicht der Europäischen Union, eine Pflicht der Europäischen Kommission. Ich rufe alle meine Kollegen vom Europäischen Parlament dazu auf, Druck auf die Kommission in dieser Sache auszuüben.

Eureporter:  Sie haben zu Beginn des Interviews gesagt, dass dies alles schon sehr lange andauert. Sie haben selbst gesehen, was dort passiert. Sie waren selber vor Ort. Nichts ist geschehen, seit Sie vor einem Jahr das letzte mal dor twaren. Warum ist es der EU nicht möglich, Druck in dieser Sache aufzubauen? Zum Beispiel, offiziell zu sagen “Besuchen Sie Rumänien nicht als Tourismus-Gegend?”

Janusz Wojciechowski (MEP): Zu diesem Zeitpunkt dachte ich, der moralische Druck auf die Rumänischen Behörden würde ausreichen, wäre effektiv. Unglücklicherweise war das nicht der Fall. Denn die Antwort der Rumänischen Behörden ist immer:”Es ist nicht wahr. Alles geschieht in Übereinstimmung mit dem Gesetz. Manchmal gibt es Verstösse wie überall. Aber im Grossen und Ganzen ist die Situation in Ordnung”. Das ist nicht wahr. Denn wir bekommen eine Menge Informationen. Die Situation ist dramatisch. Schrecklich. Das brutale Töten geht weiter. Moralischer Druck ist sehr wichtig. Zum Beispiel Druck auf die Tourismusorganisationen, weil, ich muss wiederholen was ich in meiner früheren Erklärung gesagt habe: Rumänien ist jetzt kein gutes Land um von Touristen besucht zu werden. Weil es oft dazu kommt, dass Menschen Zeugen von brutalen Tötungen auf den Strassen werden. Viele Kinder werden Zeuge dieser Situationen. Es ist eine Gefahr für die seelische Gesundheit der Menschen. Und der Druck ist absolut notwendig. Aber wer müssen rechtliche Aktionen seitens der Europäischen Kommission beginnen. Wir, als Parlamentsmitglieder werden in dieser Hinsicht Druck auf die Europäische Kommission ausüben.


europorter 081017januszh

English Verison

Eureporter: Janusz Wojciechowski, you are the president of the European Parliament’s Intergroup of Animal Welfare. You just had a meeting on the killing – of the brutal killing – of the dogs in romania. You have been there yourself. Could you explain what you feel, when you hear all this kind of evidence whats going on, and nothing is happening?
Janusz Wojciechowski (MEP): Yes. The situation in romania about the stray dogs is a long story. And unfortunately the situation is very dramatic now. In the last meeting of the intergroup we received a new portion of dramatic information about what is the situation. There are about 6 million dogs in romania. Only 20% of them are vaccinated. This is a dangerous situation. Not only for the animal protection, for the treatment of animals. But that is a dangerous situation for the public health. I think, that the romanian governments, the romanian authorities actions are very bad in this subject.

  • The brutal killing of the dogs,
  • the private companies who do that, for them it is business.

This is not a solution for the population of the stray dogs. Now we have to do the next step in our action, because unfortunately our intervention to the romanian authority, to the european commission was not effective.
Eureporter: So what you intend to do?
Janusz Wojciechowski (MEP): Now we have to present the situation as a danger for the public health. It should be the european commissions responsibility because until this time we always received the answer that it is not european legislation, not european competence, that it is the only competence of the state adminstration. Public health is european competence. And we will intervent. We will press to the european commission to send a special delegation. In my opinion it is necessary. The european commissions should send a special delegation to recognize the situation in romania as a problem for the public health. Because it is a serious problem. Millions of not vaccinated dogs are a big danger for the public health. Not only in romania, because rabies could extend to the other countries.
Eureporter: You mentioned, that this is a business. The people who are killing the dogs are payed very well. Its said up to 250 € per killed dog. And the average income is around 300 € monthly.
Janusz Wojciechowski (MEP): I have got the information that sometimes it is almost 500 € for killing one dog. Its an absolutely corruptional business. There is no doubt that it is.
Eureporter: I have been confronted very often with the question: “Why is the EU paying that kind of money to romania?”
Janusz Wojciechowski (MEP): The money is not payed directly for the stray dogs. Romania received money for the fighting against rabies. But: I asked the european commission about the money spent for the shelters, for the protection of the stray dogs. The answer was, that no money is used for this subject. Our direction now should be, that the european commission should find any possibility to finance the reduction of stray dogs in romania in humanitarian ways. Sterilisations, castration and adoption, and the title for this action should be: “Public Health”. To reduce the population of dogs in a humanitarian way respecting public health. Its the european unions obligation, the european commissions obligation. We will press to the european commission. I ask all my colleagues from european parliament to press the commission to be active on this matter.

Eureporter: You said in the beginning of this interview that it has taken a long time already. You have been witnessing whats going on. You have been there yourself. Nothing has happened. You have been a year ago over there. Why isnt it possible for the EU to put force into this question? For instance to say officially “Dont visit this romania as a tourist area?”
Janusz Wojciechowski (MEP): I thought to this time that the moral pressure to the romania authorities will be enough, will be effective. Unfortunately no. Because the romanian authorities answer  is always: “It is not true. Everything is according to the law. Sometimes there are abuses like everywhere. But generaly the situation is ok”. Its not true. Because we received a lot more information. The situation is dramatic. Horrible. The brutal killing is continued. Moral pressure is very important. Like pressure maybe for the tourist organisations, because, I have to repeat my previous statement: Now romania is not a good country to visit for tourists. Because many times people can see brutal killings of dogs on the street. Many children are witness of this situation. Its a danger for the mental health of the people. And the pressure is necessary, absolutely. But we have to start legal actions of the european commission in this matter. We, as members of the parliament will press the european commission for the action of this.

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