“Kriminelle dringen in ihr Zuhause ein und töten ihr Haustier vor ihren Augen”

“Criminals enter their homes, take their pet away and kill it right infront of them”

roundtableeu

Carmen Arsene, Präsidentin der Nationalen Vereinigung für Tierschutz in Rumänien, Ruud Tombrock, Europadirektor von World Animal Protection und Dr. Marlene Wartenberg, strategische Tierschutzberaterin (Vier Pfoten) diskutieren die Situation in Rumänien, wo Korruption und kriminelle Aktivitäten in Verbindung mit Brutalität zu einer Bedrohung der Gesundheit von Rumänischen Staatsbürgern werden.

Runder Tisch, zu dem EU Reporter’s Strasbourg Korrespondent, Peter von Kohl (DK) am 08.10.2015 einlud


pvkEureporter: Willkommen im Europaparlament. Immer, wenn eine Besprechung hier in der Europäischen Hauptstadt Strassburg stattfindet, findet auch eine Sitzung der intergroup for animal welfare statt. Jeden Donnnerstag treffen sie sich, wenn das Parlament hier ist. Und die intergroup setzt sich aus Parlamentariern aus allen Ländern und aus allen politischen Gruppen zusammen. Aber: hat sie Macht? Ich möchte ein Beispiel geben, wo die Macht fehlt. Und wo die Situation eine Katastrophe ist. Das ist Rumänien.

Das brutale Töten von Hunden in Rumänien

Seit mehr als einem Jahr wissen wir durch Besuche von hiesigen Parlamentariern wie schlimm es ist. Carmen, Du bist Präsidentin der Rumänischen Vereinigung für Tierschutz. Du bist eingeladen worden, um den Parlamentariern zu sagen, wie schlimm es ist. Könntest Du die aktuelle Situation in wenigen Worten beschreiben?

carmenCarmen Arsene: Die Situation ist sehr schlimm. Eigentlich kann ich es mit Worten nicht beschreiben. Du kannst es sehen, Du musst es sehen. Es ist eine grauenhafte Situation überall.

  • Auf der Strasse das Einfangen
  • Beim Transportieren der Hunde
  • Und in den Public Shelters der Rathäuser, wo die Tiere hungern bis zum Tode und nicht einmal Wasser bekommen.
  • Sie bekommen nichts. Keine medizinische Versorgung, keine Aufmerksamkeit jedweder Art und Weise..

Unglücklicherweise ist die Situation schon sehr lange so. Etwa 20 Jahre. Und am ernstesten ist die Situation seit 2001, als das Tötungsprogramm begann. Dennoch gibt es einige Verbeserungen die Tierrechte betreffend. Und diese sind im Gesetz auch sehr klar definiert. Nichts davon wird allerdings tatsächlich auch respektiert. Auf der anderen Seite möchte ich unterstreichen, dass es eine grosse Diskrepanz zwischen den Tierheimen der Rathäuser und den Budgets, die für das Management der Strassenhunde vorgesehen sind, gibt, die wirklich gigantisch ist. Es gibt also einen Unterschied zwischen der Wirklichkeit der Zäune in den Tierheimen und den Budgets, die fiktiv von den Stadtverwaltungen für das Strassenhundemanagement verwendet werden.
Eureporter: Ich habe erfahren, dass Städte in Rumänien existieren, die kein Problem haben. Wie kommt das?
Carmen Arsene: Das sind lediglich kleine Städte, die kein Problem haben.
Eureporter: Cluj ist eine Stadt, von der ich hörte, dass der frühere Premierminister Rumäniens, Emil Boc, die Situation unter Kontrolle hat.
Carmen Arsene: Ja.Weil sie tatsächlich den einzigen Ansatz eingeführt haben, die das Strassenhundeproblem lösen kann. Und das bedeutet: Sterilisieren – Impfen – Zurücksetzen – Programm. Und Adoptionen. Und gleichzeitig ein Erziehungsprogramm in Schulen. Es gibt einige Orte wie Oreada, wie Lugoj, wie Cernavoda, wie Sibiu, Cluj, wo die Situation deutlich besser ist, weil sie diese Art von Programmen durchführen.
Eureporter: Es ist interessant, dass Sie Sibiu erwähnen. Denn das ist die Stadt, wo der neue Präsident Rumäniens, Claus Iohannis, Bürgermeister war. Haben Sie positive Reaktionen von ihm betreffend des Strassenhundeproblems vernommen?
Carmen Arsene: Nein. Wir haben Positives nur in seiner Zeit als Bürgermeister gehört. Er war nicht einverstanden mit dem Massenmord an Hunden. Er sagte, der einzige Weg, das Problem zu lösen, sei Sterilisation und Rücksetzen auf dei Strassen. Natürlich sprechen wir hier nur von Hunden, die nicht aggressiv sind, und gesund. Aber nach seiner Wahl haben wir keinerlei positive Reaktion mehr von ihm bekommen auf unsere Rufe, und die Rufe der Europäischen Bürger.
Eureporter: Ich habe zwei weitere Gäste hierher eingeladen. Marlene, magst Du Dich bitte vorstellen?
marleneMarlene Wartenberg: Ich bin Marlene Wartenberg. Ich arbeite im Tierschutzbereich als Rechtsanwalt seit 12 Jahren und habe das European Policy Office von VierPfoten vor sieben Jahren aufgebaut. Wir konzentrieren uns komplett auf Haustiere, da diese vorher auf Europäischer Ebene nicht angesprochen waren.
Eureporter: Du hast eine schwere Aufgabe in Rumänien!
Marlene Wartenberg: Das ist wahr! Ja. Ich war einige male dort. Ich kann nur unterstreichen was Carmen sagt.
Eureporter: Aber wie kannst Du zu einer Lösung beitragen?
Marlene Wartenberg: Meine Aufgabe war es, auf Europäischer Ebene als Lobbyist tätig zu sein, was bedeutet, Vorschläge und Beratung anzubieten, was die verschiedenen EU Institutionen tun sollten.
Eureporter: Ruud, da Du eine der grössten Nichtregierungsorganisationen im Tierschutz repräsentierst, könntest Du Dich und die Organisation vorstellen?
ruudRuud Tombrock: Gerne. Ich bin der Europa-Direktor von World Animal Protection, einer globalen Tierschutzorganisation, und ja, wir haben auch Aktivitäten in Rumänien.
Eureporter: Und wie sehen die dort aus?
Ruud Tombrock: Alles was wir versuchen ist, mit einem Ansatz von oben nach unten und einem von unten nach oben gleichzeitig zu beginnen. Dies geschieht unter Einbeziehung der nationalen Institutionen, was, wie ich zugeben muss, kompliziert ist, und parallel arbeiten wir mit ein paar lokalen Stadtverwaltungen, um einen verantwortlichen, humanen, nachhaltigen weg eines Strassenhundemanagement einzuführen. Durch die Kombination dieser beiden Ansätze hoffen wir, dass Dinge sich in die richtige Richtung bewegen werden.
Eureporter: Ich vermute, dass es nicht möglich ist, in Ihrer Position,  sich zu erlauben, über Korruption zu sprechen? ALso werde ich über Korruption sprechen, und ich frage Sie: Denken Sie, dass das irgendwann enden wird?
Ruud Tombrock: Nunja, Ich denke, wenn Sie die Zahl der Leute in Rumänischen Gefängnissen sehen zur Zeit, Regierungsmitglieder…
Eureporter: Die darin verwickelt waren…
Ruud Tombrock: Von allen Hierarchieebenen, Korruptionsvorwürfe, Vorwürfe an die höchste Ebene der nationalen Regierung…
Eureporter: Damit meinen Sie Premierminister Ponta…
Ruud Tombrock: Ja- und den Bürgermeister von Bukarest. Und es gibt ja alle möglichen Arten von Vorwürfen. Man könnte also sagen, dass das Land versucht, das Chaos aufzuräumen.
Eureporter: Wie kommt es, dass das Chaos noch da ist, wenn Sie doch sagen, dass es ein Bewusstsein dafür gibt? Denn ich habe erfahren, dass sogar die Presse bescheid weiss – und darüber spricht – was alles vorgeht. Wie kommt es, dass nicht wirklich etwas geschieht?
Ruud Tombrock: Im Bezug auf was?
Eureporter: Im Bezug auf die grausame Art, Hunde zu töten, und die Korruption.
Ruud Tombrock: Es ist eine sehr komplizierte Situation und zweifellos spielt Korruption eine Rolle dabei. Ja. Aber was ich, was wir immer betonen möchten ist, dass eben auch positive Dinge passieren. Lassen Sie uns diese finden und grösser machen. Sie müssen den anderen gezeigt werden, andere werden dadurch inspiriert wenn man das tut. Ich sage nicht, dass das ausreichen wird. Ich denke, ein gewisser Druck, der aus Brüssel kommt, wird definitiv helfen, das anzustossen. Aber es ist nicht alles schlecht, und es ist nicht gut. Ich denke, ein ganzes Land und eine ganze Bevölkerung zu verurteilen, ist nicht gut.
Eureporter: Marlene, Du warst eine Anwältin.Hast Du die Gesetze in Rumänien analysiert? Zum Beispiel den Teil, wo Du Verstösse siehst gegen das, was ich erwarten würde, dass es durch Gesetze verboten sein müsste, wenn z.B. Leute Haustiere haben, einen Hund zuhause, und dass diese Kriminellen in ihr Zuhause eindringen, die ihnen den Hund wegnehmen und vor ihren Augen töten?
Marlene Wartenberg: Ja. Ich kann soviel sagen, dass VierPfoten mehr als 30 Anzeigen erstattet hat und diese Fälle noch offen sind.
Eureporter: Was für Anzeigen habt Ihr erstattet? Strafanzeigen?
Marlene Wartenberg: Ja
Eureporter: Und was waren die schlimmsten Fälle? Der, den ich erwähnt habe zum Beispiel? Auf was konzentriert Ihr Euch?
Marlene Wartenberg: Ich glaube, der schlimmste Fall wäre eine negative Gerichtsentscheidung. Aber ich glaube, im letzten Jahr oder den letzten beiden Jahren trauen sich die Richter nicht mehr, Entscheidungen zu fällen, die so eindeutig gegen dem Willen der Bevölkerung und gegen den Willen der Europäischen Bürger widersprechen. Denn es ist sehr klar: Ich habe von dem Büro erfahren, dass 80% der eingehenden Briefe Proteste gegen die Rumänische Situation sind. Daher glaube ich, dass es ein Bewusstsein bei den handelnden Personen in der öffentlichen Verwaltung gibt, die eine Verbindung zu Strassenhunden haben: Sie sind das Problem, zur Zeit, für die Durchsetzung.
Eureporter: Carmen! Die Gesundheitssituation wurde erwähnt als ein Möglicher Lösungsweg. Das Tollwutproblem wurde genannt. Aber für mich scheint die psychische Situation, in der die Rumänen sich befinden, noch brutaler zu sein. Für alle Altersgruppen. Von der Kindheit bis zu alten Leuten, die beobachten, was geschieht.
Carmen Arsene: Es ist gut bekannt, dass die Misshandlung von Tieren psychische Störungen in menschlichen Gehirnen produzieren. Und wir haben zu diesem Sachverhalt viele Fälle erhalten, in form von Beschwerden. Zum Beispiel haben wir dazu nach dem Beginn des Massentötungs-Programmes 2013 viele Nachrichten dazu erhalten. Es sind sogar Menschen gestorben, weil sie sie die Misshandlungen auf den Strassen mitbekamen in diese Zeit. Und es gibt internationale Studien, die in einer Stadt in Rumänien durchgeführt worden sind, die zeigen, dass Tierquälerei einen grossen Einfluss auf die Psyche von Kindern haben. Es war eine Studie, die an Kindern zwischen 14 und 16 Jahren durchgeführt wurde. Und 84% dieser Kinder waren beeinträchtigt durch Tiermisshandlungen, die sie auf der Strasse gesehen hatten und dies mehrfach. Gleichzeitig mit dieser Studie, die von einer amerikanischen Universität und einer britischen durchgeführt wurde, wurde dieselbe Studie an derselben Anzahl von Kindern in Berlin durchgeführt. Und nur 32% der Kinder sagen, dass sie betroffen seien. Und sie sahen diese Misshandlungen lediglich drinnen und nur einmalig. Man kann den grossen Unterschied also sehen.
Und vom Gesichtspunkt der körperlichen Gesundheit kann man sagen: Ja. Rumänien hat ein grosses Tollwutrisiko, da aufgrund aktueller Regelungen die Tollwutimpfung nur erfolgen kann, nachdem ein Hund einen Mikrochip implementiert bekommen hat. Wenn die Impfung selbst im Rahmen eines staatlichen Programmes erfolgt, muss das chippen von den Eigentümern der Hunde bezahlt werden. Und wir sprechen hier besonders über ländliche Gebiete, wo es die meisten Besitzerhunde gibt und wo die Leute nicht über die finanziellen Mittel verfügen, das Chippen zu bezahlen. Auf unsere Anfrage haben wir von der ANSVSA die offizielle Antwort erhalten, dass nur eine Million der Besitzerhunde in den ländlichen Gebieten gegen Tollwut geimpft seien. Das bedeutet, reichlich 20% der Hunde mit Besitzer. Es existiert also ein grosses Risiko für die öffentliche Gesundheit.
Eureporter: Ruud, auf welche Weise kann eine Organisation von der Grösser Eurer Orgaisation einen Einfluss darauf nehmen, was in einem Land geschieht?
Ruud Tombrock: Wie ich bereits erwähnte, fördern wir einen Ansatz von oben nach unten und einem von unten nach oben. Wir arbeiten also mit den Verwaltungen, um DPM (Dog Population Management) einzuführen.
Eureporter: Und Ergebnisse erzielen, ist das möglich?
Ruud Tombrock: Nun. Es gibt ja Resultate. Und, wie Du auch selbst vorhin erwähnt hast, gibt es sie. Es ist eine begrenzte Zahl, das weiss ich. Aber es gibt Städte, es gibt Dörfer, wo die Situation auf eine gute Weise unter Kontrolle ist.
Eureporter: Aber könnt Ihr euch leisten, so viel Druck und Aufmerksamkeit einem einzelnen Land zu widmen?
Ruud Tombrock: Nun. Es ist offentlichtlich, wenn man sich die Welt und die Weltkarte anschaut im Bezug auf Tierschutzprobleme, und nicht nur Hunde, aber auch Farmtiere, Tiere, die frei leben, Wildtiere, dann, ja, da ist eine Menge Arbeit zu tun.
Eureporter: Aber worauf ich tatsächlich hinaus will, ist, Dich zu fragen:Würde es für Deine Organisation nicht relevanter sein, Druck in Brüssel aufzubauen? Zum Beispiel auf die EU Kommission?
Ruud Tombrock: Ja, und auch das tun wir ja! Wir arbeiten mit Organisationen wie der OIE zusammen, bei der wir offiziellen Beobachterstatus haben. Das ist, könnte man sagen, die Weltgesundheitsorganisation für Tiergesundheit. Und damit, dass wir diesen Beobachterstatus haben arbeiten wir auf regionaler Basis mit ihnen zusammen um das DPM in den Balkanländern als höchste Priorität. Auf dieser Ebene sind wir also tätig, um etwas zu bewegen. Es ist nicht unsere Stärke, und ich glaube, darauf läuft Deine Frage hinaus, viel Basisarbeit in Rumänien direkt zu tun. Das ist Aufgabe der einheimischen Vereine, dies zu tun. Aber auf unserer Ebene können wir einen Unterschied machen.
Eureporter: Marlene. Noch eimal: Ich frage Dich in Deiner Eigenschaft als Anwältin: Im Nachbarland Bulgarien sind sie dabei eine Tierschutzpolizei einzurichten. Könnte so etwas nicht auch in Rumänien gemacht werden?
Marlene Wartenberg: Ja.Das ist genau, was ich vorgeschlagen habe, auf Mitgliedsstaat-Ebene. Denn natürlich ist die EU-Ebene eine Sache. Aber Du brauchst den politischen Willen des Mitgliedsstaates dazu. Und wenn der politische Wille vorhanden ist, kannst Du erstaunliche Dinge erreichen, wie wir in Bulgarien sehen, wo wir uns zeitgleich involvierten und ein sehr gutes Tierschutzgesetz haben. Wir waren auch mit unserem Büro hier beteiligt. Wir haben ein systematisches Geburtenkontrollprogramm geschaffen in Bulgarien. Wir haben jetzt das wunderbare Instrument der Rechtsdurchsetzung in form einer Tierschutzpolizei denn, weisst Du, ein Gesetz ist ein Stück Papier. Um es zum Leben zu erwecken bedarf es einer Bevölkerung, die versteht, die informiert wird, und die Dir folgt. Und ich bin wirklich sehr glücklich über diesen Schritt. Und etwas anderes: Wir haben zum Beispiel sehr gute Erfahrungen mit der Stadtverwaltung von Sofia. Wir haben dort ein Kastrationsprojekt und die Klinik, die gemeinsam betrieben werden und excellente Ergebnise nachweisen können, und dafür stehen, dass, wenn Du es systematisch angehst, und die Bevölkerung aufklärst und ein gutes Gesetz hast, Erfolg haben kannst.
Eureporter: Carmen! Letzte Frage: Gibt es irgendwelche Hoffnung?
Carmen Arsene: Ja! Wir müssen doch hoffen. Sonst hätten wir nichts, wofür sich das Kämpfen lohnt. Ja. Wir hoffen. Weil es eigentlich normal ist, Schritte in Richtung Zivilisation zu gehen. Und höhere Schritte, höhere Ebenen von Moral zu entdecken. Es ist eigentlich ein normaler Weg. Ja. Und es ist der richtige. Ich trotz allem, dass Rumänien ein paar Fortschritte gemacht hat. Wenigstens theoretisch. Denn wir haben ein Tierschutzgesetz. Ein gutes, aber es wird unglücklicherweise nicht respektiert. Also ist unser Problem eigentlich in der Hand der zuständigen Behörden, die die Einhaltung von Gesetzen kontrollieren, Gesetze einführen: Strassenhundemanagement aber auch Tierschutzgesetze. Aber sie tun es nicht. Sie sind absolut ineffektiv, korrupt, und sie zeigen deutlich, dass sie Komplizen sind von den Leuten, die für die Rathäuser die kommunalen Tierheime verwalten.
Eureporter: Carmen! Ich bewundere Deine Arbeit! Kämpfe weiter!


English version

roundtableeuCarmen Arsene, president of the National Federation for Animal Protection in Romania, Ruud Tombrock, Europe director of World Animal Protection and Dr. Marlene Wartenberg, animal welfare strategic consultant (Four Paws) discuss the situation in Romania, where corruption and criminal activities in connection with brutality is becoming a health threat to Romanians.

Round table talk hosted by EU Reporter’s Strasbourg correspondent, Peter von Kohl (DK) on 08.10.2015


Eureporter: Welcome to the European Parliament. Everytime it is meeting here in the european capital Strasbourg there is a session by the intergroup for animal welfare going on. Every thursday they meet when the parliament is here. And the intergroup is composed by parlamentarians from all countries, from all political groups. But: Does it have power? I will mention one example of where there is a lack of power. And where the situation is a catastrophe. Thats romania.

The brutal killing of dogs in romania

pvkFor more than a year we know by visits of parlamentarians from here how bad it is. Carmen, you are the president of the romanian association for animal welfare. You have been invited here to tell the parlamentarians how bad it is. Could you, in a few words, describe the present situation?
Carmen Arsene: The situation is very bad. Actually I can not describe in words. You can see. You have to see the situation. Its a cruel situation everywhere.

  • In the street during the catching
  • in transporting the dogs
  • and in the public shelters of the city halls where the animals stave to death or they do not receive at least water.
  • They dont receive anything. No medical care, no observation from any point of view.

carmenCarmen Arsene: The situation unfortunately is there for a long time. For about 20 years. And most gravely situation is since 2001, when the killing program has started. Even there are some improvements regarding the animal rights. And they are defined in the law very clear. Nothing is respected actually. On the other hand I would underline that there is a huge discrepancy between the public shelters of the city halls and the budgets alocated for the management of the stray dogs that are really huge. So it is a difference between reality the fences of the shelters and the budgets spent fictively by the municipalities for the stray dog management.
Eureporter: I have learned that there are cities in romania where there is no problem. How comes?
Carmen Arsene: There are only small cities  where there is no problem.
Eureporter: (???) is a city where I have been told that the former prime minister of romania (???) has the situation under control.
Carmen Arsene: Yes. Because they implemented actually the only solution for solving the stray dog problem meaning the neuter – vaccinate – and – return – program. And adoption. And parallel with an education program in schools. There are some places like Oreada, like Lugoj, like Cernavoda, like Sibiu, Cluj, where the situation is much better  because they run this kind of programs.
Eureporter: Its interesting that you are mentioning Sibiu. Because this is the city where new president of romania, Claus Iohannis, was major. Have you heard positive reactions on the stray dog problems from him?
Carmen Arsene: No. We heard positive on the time when he was major. He did not agree with the mass killing of  dogs. He said, the only solution for solving this problem is neutering dogs and returning in the street. We are speaking of course only about the dogs who are not agressive and are healthy. But after he was elected we did not hear any positive reaction at our calls and especially of the calls of european citizens.
Eureporter: I invited two more guests here. Marlene, could you please present yourself?
marleneMarlene Wartenberg: I am Marlene Wartenberg. I am working in the animal welfare field as a lawyer since 12 years and I built up the european policy office of VierPfoten seven years ago. And we focused completely on companion animals because it was not discussed on the european level before.
Eureporter: You have a hard job in romania!
Marlene Wartenberg: Thats true! Yes. I have been several times there. I just can underline what Carmen says.
Eureporter: But how can you contribute to a solution?
Marlene Wartenberg: Well, my work was to work on the european level as a lobbyist, what means, to give suggestions and consultancy what the different EU institutions can do.
Eureporter: Ruud, since you represent one of the largest NGOs on animal welfare, could you present yourself and the organisation?
ruudRuud Tombrock: Sure. I am the director of europe for world animal protection which is a global animal protection organisation and yes, we have our activities too in romania.
Eureporter: and how are you working there?
Ruud Tombrock: All we try to do is to start a bottom-up approach and a top-down approach at the same time. So by engaging with the national authorities which is complicated, I must admit that, and on the same time working with a few local municipalities on getting a responsible human sustainable way of managing a dog population to get that implemented. By the combination of that two we hope that things will move in the right direction.
Eureporter: I suppose you are not in a position where you can allow yourself to talk about corruption? So I will talk about corruption, and ask you: Do you think, that will ever stop?
Ruud Tombrock: Well, I think, if you look at the number of people in jail in romania at the moment, government officials…
Eureporter: Who have been involved…
Ruud Tombrock: of all levels, accused of a corruption, accusations at the highest level in the national government…
Eureporter: Which is prime minister Ponta…
Ruud Tombrock: Yes – and the major of bucharest. And so there are all kinds of accusations. So you could also say, that the country is trying to clean the mess up.
Eureporter: How comes that the mess is still there when you say that there is an awareness? Because I have learned that the even the press is aware of – and is talking about – whats going on. How comes, that nothing is really happening?
Ruud Tombrock: On what?
Eureporter: On the cruel brutal way of killing dogs, and the corruption.
Ruud Tombrock: Well. It is a very complicated situation and without any doubts corruption plays a rule in that. Yes. But what I, what we would like to emphasize always is that there are some positive things going on as well. Lets find those and make them bigger. Showcase them to others, inspire others by doing that. I am not saying that that will be enough. I think some pressure coming out of brussels will definitely help to get that going. But its not all bad, and its not good. I think, to condemn a country and a whole people is not good.
Eureporter: Marlene, you have been a lawyer. Have you analyzed the law of romania? For instance the part where you see violations of what I expect should be prohibited by law when people having a companion animal, a dog  at home realize that their home is entered by these criminals, the dog is taken away from them and killed infront of them?
Marlene Wartenberg: Yes. I just can tell you that we as VierPfoten have done over 30 legal actions and they are still ongoing.
Eureporter: In which way have you done this? Are you asking for prosecution?
Marlene Wartenberg: Yes
Eureporter: And what were the worst cases? The one I mentioned for instances? At what are you focusing?
Marlene Wartenberg: I think, the worst case would be to have a negative court decision. But I think, in the last year or two years maybe the judges will not dare anymore to make so clear decisions against the will of the people and also against the will of the european citizens. Because this is very clear: I have heard from the cabinet that 80% of the letters are protests against the romanian situation. So I think there is a conciousnes but the acting persons in the public adminstration who are linked to the stray dogs: They are the problem, for the moment, for the enforcement.
Eureporter: Carmen! The health situation has been mentioned as a possible way to comfort this. The rabies problem has been mentioned. But to me it seems to be even more brutal the mental situation in which the romanians are. From all ages. From the childhood till elderly people, who are watching what is going on.
Carmen Arsene: It is very known  that abuses against animals produce mental disorders in human brains. And we have in this respect many cases arriving at our organisation like complaints. After for example when the killing program has started in 2013 we received a lot of messages in this respect. Even people who died because of abuses that they saw in the street during that period. And also we have international studies that was made in romania in a town that demonstrates that abuse against animals affected a lot the mental of children. It was a study made on children between 14 and 16 years old. And 84% of this children are affected by animal abuses that they saw on the street and they saw for many times. In parallel with this study that was done by university from the USA and from the UK it was made in Berlin a study on the same number of children. And only 32 percent of the children say, that they are affected. And they saw this abuses only inside and only once. So we can see a big difference.
And from the point of view of physical health we can say that: Yes, romania is under a huge risk of rabies because there are some recent registered dispositions by what the rabies vaccinations can be made only after the dog is microchipped. If rabies vaccination is a program that is financed by the government microchipping has to be payed by the owners. And we are speaking especially about rural areas where there are the most of dogs with owners and where the people do not have financial possibilities to pay, to chip. So according to the official answers that we received at our request from ANSVSA only
one million of dogs in romania from the owned dogs from the rural areas are vaccinated against rabies. That means a little more than 20% of the dogs with owners. So this is a very huge risk for public health.
Eureporter: Ruud, in which way can an organisation of that size of the organisation that you are representing have an impact on whats going on in one country?
Ruud Tombrock: Well, as I mentioned before we are promoting a top down and a bottom up approach. So we are working with municipalities to get DPM (Dog Population Management) implemented.
Eureporter: Reaching results? Is that possible?
Ruud Tombrock: Well. There are results! And, as you mentioned yourself before, there are. And its a limited number, I know. But there are cities, there are villages where the situation is under control in a good way.
Eureporter: But can you afford to put pressure and to put that much attention to one country?
Ruud Tombrock: Well. Obviously if you look at the world and on the global map and you look at animal welfare problems, and not only dogs but farm animals, animals living in the wild, wild animals, than, yeah, there is a lot of work to do.
Eureporter: But what I am up to is asking you actually: Wouldnt it be for your organisation more relevant to put pressure in brussels on for instance the EU commission?
Ruud Tombrock: Yes, and that is what we are doing! We are also working with an organisation like the OIE where we are an official observer. Thats lets say the world health organisation for animal health. And so we have an observer status there and we are working with them on that regional platform to get the DPM rolled out in the balcan countries as a top priority. So we are doing things at that level to get it done. It is not our strenght. Because I think that was what you were asking, to do a lot on the ground work in romania itself. That is up to local NGOs to do that. But at that level we can make a difference.
Eureporter: Marlene. Again: You are a lawyer. In the neighbour country, bulgaria, they are about to set up an animal police court. Could anything like that be done in romania?
Marlene Wartenberg: Yes. This is exactly what I was suggesting what has to be done on the member state level. Because of course, the EU level is one thing, but you need the political will of the member state. And if there is a political will you can do really amazing things as we see in bulgaria that accessed on the same time and we have a very good animal welfare law. Also here with our office we have been involved. We created a systematic birth control program in bulgaria. We have now this wonderful enforcement tool of the animal welfare police because you know, a law is a piece of paper. That it has to be made alive that means you need the citizens to understand, to be informed and than to follow. And I am really very happy about this step. And the other thing is, we have for example a best practice with the municipality of Sofia. And we have there a neutering project, the clinic, managed together with really excellent results and can prove, that if you do it systematically and you are informing the citizens and you have a good law and a good enforcement it can work.
Eureporter: Carmen! Final question to you: Any hope?
Carmen Arsene: Yes! We have to hope. Otherwise we have why to fight. Yes. We hope. Because actually it is normal to make steps to civilisation. And to find higher steps, higher levels of morality. Its actually a normal way. Yes. And its the correct one. I think inspite of all this romania made some steps. Even if romania is known to be the country with the highest and the most abuses against animals actually it made some steps. At least theoretically. Because we have an animal protection law, a good one, but unfortunately its not respected. So our problem is actually in the hand of the authorities who are responsible, who are monitoring and implement the laws, straydog management and also animal protection law. But they dont do it. They are completely inefficient, corrupted, and they prove they are compliced with those personal, with the city hall crew that manages the animal shelters.
Eureporter: Carmen! I admire your work! Keep fighting!

Advertisements